Verlosung: 3 CDs Get Down The Rabbit Hole

Der Göttinger Musikproduzent Konecho bezeichnet seinen Stil als Hiptripdrumnbasselectrojazzcore. Es lässt sich also leicht erahnen, dass sein Longplayer "Get Down The Rabbit Hole" eine Mischung zahlreicher Genres ist. Hotspot-HH.de verlost im September drei Alben von Konecho samt einiger Gimmicks.

 Das Album "Get Down The Rabbit Hole" - eine Rezension

Viele gelegentliche Raphörer begehen gern den Fehler Rap mit HipHop gleichzusetzen. Wer denen nun sagt, dass HipHop-Produzent Konecho ein Album gemacht hat, in dem nahezu komplett auf Sprache verzichtet wird, der wird ungläubige Blicke ernten. Wie soll HipHop so funktionieren? Auch erfahrenere Freunde dieser Musik werden sich diese Frage stellen und ganz unberechtigt ist sie sicher nicht, bildet Rap - der Sprechgesang - doch für viele einen Hauptbestandteil der großen HipHop-Kultur.

Das Geheimnis von Get Down The Rabbit Hole liegt ganz bestimmt darin, dass Konecho über den Tellerrand hinweg sieht - getreu dem Reim der Beginner vor einigen Jahren, dass wer HipHop macht und nur HipHop hört Inzest betreibe. Sein Genremix Hiptripdrumnbasselectrojazzcore geht weit über das HipHop-, R&B- und Rap-Spektrum hinweg.

Das erste, was man auf dem Longplayer zu hören bekommt, sind entsprechend nicht wummernde Bässe oder pumpende Beats, sondern ein Jazz-Instrumental, dass das Ohr geradezu umschmeichelt, in das erste Stück und damit die gesamte CD hereinzieht und dann in Scratches und einigen kurz angespielten Sprachsamples endet. Und schon ist man in Konechos Wunderland gefangen, wird auf dem zweiten Song "Get Down" mit düsterem Beat, der nun schon mehr zum rappen einlädt, weiter in die CD hineingeführt.

Dennoch werden Rap-Puristen hier keinen Song entdecken, der ihnen zusagt, auch wenn auf "Good Times" Nas mit seinem legendären Satz "I never sleep, 'cause sleep is the cousin of death" gesamplet wird. Immer wieder finden sich starke Einflüsse von Jazz, auf "Retrospective" sogar von afrikanischer Musik und auf "Ain`t Nuttin`In Life" - einem der besten Stücke auf der CD - entführt Konecho seine Hörer zunächst sogar in einen kleinen Bluesclub. Bei den Versen der Sängerin ("Darling, it's strange. They just don't understand. There's nothing in life for you") nach anfänglichem Applaus sieht man den kleinen verrauchten Club in irgendeinem alten Kellergewölbe quasi vor sich. Dann setzen die Drums ein, um später wieder mit einem typischen Blues-Instrumental zu verschmelzen.

Und so eignet sich Get Down The Rabbit Hole, das hier und da auch sehr gut als Loungemusik durchgehen könnte, zum Nebenbeihören, aber auch für diejenigen, die sich mit der Musik tiefergehend auseinandersetzen wollen. Die zehn Tracks sind stimmungsvoll und bieten auch nach mehrmaligem hören viel zu entdecken.

Die Verlosung:

Die Verlosung ist beendet. Gewonnen haben Lars aus Norderstedt, Sabine aus Bardowick und Natascha aus Ottensen.